In der Zeit vom 10.01. – 08.02.2019 war ich als Volontärin im DINAI Bildungs- und Sozialzentrum in Ukunda – Kenia tätig.

Mit den Erfahrungen, die ich durch die Tätigkeit vor Ort gesammelt habe, hätte ich im Vorfeld nie gerechnet. Es ist faszinierend wie offen, liebevoll und glücklich die Kinder in der Schule sind, auch wenn es ihnen an -vor allem für uns- grundlegenden Dingen fehlt.

Materialen zur Bewältigung des Schulalltages fehlen teilweise ganz oder sind nicht im ausreichenden Umfang vorhanden. In meiner Zeit im DIANI Bildungs- und Sozialzentrum schaute ich mir vor allem den Schulalltag der PP 1, PP 2 (Kindergartenklassen) und grade 1 an. Mir gefiel es sehr gut, wie die Lehrerinnen den Kindern Zahlen, Buchstaben, Verständnis für Lebensmittel und anderes spielerisch durch gemeinsames Singen beibringen. Jedoch ist die Unterrichtung zum Teil wenig abwechslungsreich, so dass ich die Kreativstunden gemeinsam mit einer weiteren Volontärin nutzte, um mit den Kindern neues zur Förderung der Kreativität und Teamfähigkeit auszuprobieren.

Um die Fingerfertigkeit und Feinmotorik zu schulen nahm ich aus Deutschland Prickel-Sets sowie Bastelkarton mit. Gemeinsam haben wir mit den Klassen unterschiedliche Motive sorgfältig ausgeprickt, wobei der Umgang mit den neuen Bastelmaterialien dem einen oder anderen Kind zunächst noch schwer fiel. Nach einer gewissen Zeit und Wiederholung wurden Sie besser und hatten sichtlich Spaß dabei.

Nach dem Auspricken der Karte Afrikas beispielsweise oder von bunten Schmetterlingen bemalten wir diese. Anschließend bekamen die Kinder die Möglichkeit, zu sehen wie wunderschön die Ergebnisse geworden sind. Die Motive wurden zusammengefädelt und als Mobiles in den Klassenräumen aufgehängten. Die Kinder bewunderten die Mobiles und waren sehr stolz auf sich.

Neben dem Basteln begleiteten wir ebenfalls im Wechsel den Kreativunterricht mit unterschiedlichen Spielen. Besonders viel Freude bereitet den SchülerInnen die Musik und das Tanzen. Es beeindruckte mich sehr, wie viel Taktgefühl und Leidenschaft die Kinder dabei zeigten. Mit einfachen Spielen wie die Reise nach Jerusalem „tauten“ selbst zurückhaltende Kinder auf und tanzten auf der Musik durch den Klassenraum. Sie feuerten sich an, lachten und klatschten viel oder trösteten sich wenn jemand verlor. Wichtige Eigenschaft, die man durch einfache Spiele erlernen kann. Es hat mich sehr berührt zu sehen, wie die Kinder diese Spiele genossen haben und welche Freude sie daran zeigten.

Ich bedanke mich herzlich bei der Gründerin und den Mitgliedern des Vereines Lebensblume e.V. und bin stolz und dankbar, dass ich das Leben und die Menschen in Kenia auf die Weise kennen lernen durfte. Die ärmlichen Lebensverhältnisse der Menschen in Kenia zu sehen war für mich keine leichte Erfahrung. Aus diesem Grunde wünsche ich den Verein Projekt Lebensblume e.V. viele neue Spender und Unterstützer, damit das DIANI Bildungs- und Sozialzentrum kontinuierlich weiter ausgebaut werden kann mit dem Ziel die Lebensperspektiven der Heranwachsenden in Kenia zu verbessern.

DIANI Bildungs- und Sozialzentrum, ich hoffe wir sehen uns bald wieder!